von Hartmut Häger
Die Familien Arthur und Emil Lieblich kamen 1928 als Pferdehändler aus Buer und Melle nach Hildesheim. Bald waren sie so erfolgreich, dass sie mit zu den größten Pferdehändlern in Hannover-Braunschweig gehörten. Nach dem Tod von Arthur am 28. Juni 1930 führte Emil das Geschäft allein weiter. Ab 1933 erlitt es durch die nationalsozialistische Verfolgung erhebliche Einbußen, Emil wurde im Hildesheimer Beobachter diffamiert. 1936/1937 flüchtete seine Familie nach Ecuador.
Arthurs Witwe Hedwig sorgte nach dem Tod ihres Mannes als Pensionswirtin allein für ihre drei Kinder. Die Kinder flüchteten nach Portugal. Ernst, der von 1928 (Obertertia) bis 8. April 1930 (Untersekunda) die Andreasoberrealschule besuchte, verließ Hildesheim schon 1933. Die Goetheschülerin Ilse folgte 1934, heiratete Arménio Losa und wurde als Ilse Losa in Portugal eine berühmte Schriftstellerin. Fritz besuchte vom 17. April 1928 bis 19. März 1932 die Andreasoberrealschule in Hildesheim und folgte 1935 den Geschwistern. Hedwig Lieblich gelang am 5. August 1939 die Flucht nach London.
Der Aufsatz stellt die Familie vor und zeichnet die Lebenswege der Angehörigen nach.